Claas Harders

Claas Harders erhielt im Alter von sieben Jahren ersten Unterricht auf der Gambe. Verschiedene Arten von Musik begleiteten ihn in der Zeit bis zum Abitur - Geige spielend in Jugendsymphonieorchestern und Kammermusikensembles, ebenso auf der E-Gitarre in Rockbands - bevor er sich für die Viola da gamba entschied, deren Studium er an der "Akademie für Alte Musik Bremen" bei Jaap ter Linden und Sarah Cunningham begann und in Frankreich am "Conservatoire National Supérieur de Musique de Lyon" bei Marianne Muller fortsetzte. Nach dem Studium begann er sich zusätzlich mit dem Lirone zu beschäftigen, auf dem er seitdem in vielen Opernproduktionen mitwirkte. 
Claas Harders konzertiert europaweit mit verschiedenen Kammermusikensembles auf Festivals wie Abu Gosh, Festival d'Ambronay, Banchetto Musicale, Styriarte, Musikfest Bremen, Thüringer Bachwochen, Göttinger Händel-Festspiele, Schleswig-Holstein Musik Festival, Festival Jean de la Fontaine u.a. Er ist Mitglied der Gambenconsorts Orlandoviols und ViolsVoice. Ausserdem gibt er Konzerte mit englischer, französischer und deutscher Gambensolomusik sowie eigenen Bearbeitungen der Kompositionen von Marin Marais und Johann Sebastian Bach in Verbindung mit Rezitationen und Märchenerzählungen. 
Nicht zuletzt unterrichtet er mit Begeisterung seine Privatschüler 

Engel & Teufel

Virtuose Gambenmusik in Versailles
Werke von Marin Marais (1656-1728), Antoine Forqueray (1672-1745), 
François Couperin (1668-1733), Joseph Bodin de Boismortier (1689-1755)

 

Marin Marais, der große Könner auf der Viola da gamba am Hof des Sonnenkönigs, wusste genau, was dieses Instrument so besonders macht. Auf beeindruckende Weise verbindet er klangvolle Akkorde mit feinen, verzierten Melodien. Sein „Rivale", der Gambist Antoine Forqueray, orientierte sich stärker an der italienischen Musik und versetzte mit extremer Virtuosität sowie unerwarteten Harmonien das Publikum in Staunen. 

Auch François Couperin, von den Franzosen selbst anerkennend „le Grand" genannt, wird nicht zuletzt aus Anlass seines 350. Geburtstages mit einer seiner zwei Suiten für Viola da gamba und Bass zu hören sein. Diese Stücke gelten unter Gambisten als das Schönste, was in Frankreich für Gambe geschrieben worden ist.

Für klangliche Abwechslung sorgen träumerische Musik von Charles Hurel für Theorbe solo und klangsinnliche Duette für zwei Bassgamben von J.B.Boismortier.

Gönnen Sie sich eine Auszeit vom Alltag und tauchen Sie ein in die beeindruckende Klangwelt Frankreichs um 1700.